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Für mich ist Kunst eine Ausdrucksform von Gedanken, Gefühlen, Emotionen, aber leider auch oft von kommerziellen Interessen. Sie werden sich jetzt fragen, wie ich das meine. So erkläre ich es Ihnen.
Ein Künstler an sich, ist jeder Mensch der etwas schafft, was er für Kunst hält. Egal ob es geschrieben, gemalt, gemeißelt, geschmiedet, aufgesagt oder sonst wie hergestellt wurde.
Wichtig ist nur, dass es, also das Werk, von Innen aus dem Erschaffer herauskommen muss und dass es eben der Mensch, der es schuf, als Kunst ansieht.
Denn Wahre Kunst kann man nicht auf Kopfdruck oder mit einem Auftrag erteilen. Kunst kommt über die Muse. Ja ich weiß, dieses Wort ist vorurteilsbelastet, man verbindet es mit alten Mythen oder einfach nur mit einer oder einem Geliebten, die oder der den Künstler in einen gefühlsduseligen Zustand versetzt.
Aber, gerade das ist es nicht, ist sie nicht. Die Muse ist eine Art Erscheinung, wohl eher ein Gefühl, dem man in alter Zeit eine Gestalt geben wollte. Eine Muse ist ein aufkeimender Gedanke, eine Assoziation oder auch nur eine Ahnung auf etwas, was man erschaffen wird.
Auf jeden Fall, hat der Wahre Künstler und somit die Wahre Kunst dieses etwas als Ursprung, was von Innen heraus beflügelt etwas zu tun.
Doch nun kommt die Gesellschaft, die ad hoc etwas erschaffen haben will. Natürlich muss es toll sein, umwerfend, neu und überzeugend. Einfach gesagt, etwas gigantisches was alle Vorstellungen erfüllt, wenn nicht sogar übersteigt.
Und hier startet der zweite Teil meiner Erklärung. Denn nun frage ich SIE, wenn wie ich gerade sagte, Kunst mit einer Muse kommt. Wie kann sie dann mit einem Auftrag, egal von wem erteilt, erschaffen werden?
Der Künstler, der vielleicht berühmt ist für seine Werke aus seinen musischen Schaffensphasen, soll nun etwas schaffen auf Kommando und dies ist zwar möglich und hat oft auch künstlerischen Charakter.
Aber es ist ein Werk auf Bestellung.
Wenn Sie mich bitten schreibe mir ein Gedicht oder schreibe mir eine Geschichte, weil Sie das Vergnügen hatten eines meiner Werke zu lesen und es Ihnen gefiel. So sage ich Ihnen schlichtweg „NEIN“, weil ich nicht davon lebe. Aber derjenige, der sich der Kunst als Brot- und Lebensverdienst erwählt hat. MUSS „JA“ sagen und wird es auch.
Sie sehen auch Kommerz „schafft“ Kunst, aber ob diese Werke wirklich den Titel Kunst tragen sollten oder eher Auftragskunst oder einfach nur Werk? Meiner Ansicht nach, sollten sie degradiert werden, da sie die Kunst in ihrem Wert mindern.
Ich rede hier nicht von Kunstgeschmack, denn auch wenn mir ein Monet besser gefällt als ein Beuys, so muss ich beide als Kunst anerkennen, da sie beide aus der solchen Idee entstanden.
Ich hoffe Ihnen hat meine Interpretation von Kunst bei der Vervollständigung Ihres Projektes geholfen.
MFG Iscander
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